Problem
Sicherheitsprüfungen betrachten häufig den stabilen Loginzustand. Reale Fehler entstehen jedoch beim Übergang: ein Gerät geht verloren, eine Rolle ändert sich, ein Schlüssel wird ersetzt oder ein Team kehrt nach einer Kompromittierung zurück.
Hypothesen
H1: Sichtbare Vor- und Nachzustände reduzieren Fehlinterpretationen. H2: Gezielter Widerruf erzeugt weniger operative Unterbrechung als globale Abmeldung. H3: Eine dokumentierte Abbruchoption reduziert unsichere Umgehung bei unvollständigem Übergang.
Szenarien
Vier standardisierte Szenarien werden getrennt geprüft: verlorenes Zweitgerät, Entzug einer temporären Rolle, geplante Schlüsselrotation und Wiederherstellung nach angenommenem Endpunktverlust. Produktive Vorfälle werden nicht simuliert.
Messpunkte
Erfasst werden Zeit bis sicherem Zustand, Anteil korrekter Entscheidungen, Hilfebedarf, verbleibender Altzugriff, Konsistenz über Geräte und subjektive Sicherheit. Technischer Zustand und Nutzerannahme werden getrennt protokolliert.
Sicherheits- und Ethikgrenzen
Verwendet werden isolierte Konten, synthetische Daten und vorab definierte Stopkriterien. Teilnehmende dürfen ohne Nachteil abbrechen. Sicherheitsfunde folgen einem Responsible-Disclosure-Prozess vor Veröffentlichung.
Erwartete Artefakte
Das Protokoll erzeugt Zustandsdiagramm, Szenarioskripte, anonymisierte Zeitlinien, Abweichungsregister und eine Replikationsanleitung. Es verspricht kein positives Ergebnis; widerlegte Hypothesen sind veröffentlichungsfähig.
