Das Kanalparadox zuerst lösen
Ein Cybervorfall kann genau die Systeme betreffen, über die das Team normalerweise alarmiert und koordiniert wird. Ist das zentrale Identitätssystem kompromittiert, beweist ein erfolgreicher Login möglicherweise nicht mehr die erwartete Identität. Ist E-Mail betroffen, kann eine Einladung zum neuen Kanal selbst manipuliert sein.
Deshalb braucht der Incident-Plan eine vorher vereinbarte Umschaltbedingung. Sie beschreibt nicht nur einen zweiten Messenger, sondern wie dessen Adresse, Teilnehmer und Schlüsselmaterial aus einer unabhängigen Quelle bestätigt werden. Ein Ausweichkanal ohne Vertrauensanker verschiebt das Problem nur.
- Welche Systeme gelten im jeweiligen Szenario als nicht vertrauenswürdig?
- Wer darf den Vertrauenswechsel ausrufen und wieder beenden?
- Wie werden Kontaktweg und Teilnehmer außerhalb des betroffenen Systems bestätigt?
- Welche Informationen dürfen im Ausweichkanal überhaupt verarbeitet werden?
